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Universität Graz Sermilik-Forschungsstation in Grönland Neuigkeiten Arktis hautnah: ORF-Schwerpunkt zur Uni-Graz-Forschungsstation im Sermilik-Fjord
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Freitag, 24.07.2026

Arktis hautnah: ORF-Schwerpunkt zur Uni-Graz-Forschungsstation im Sermilik-Fjord

Ein Eisberg im Vordergrund, der türkisblaues Schmelzwasser umspült wird; im Hintergrund steile, teilweise schneebedeckte Felsberge, eine kleine Forschungsstation am Ufer und ein langer Holzsteg, der ins Meer ragt – klare, kühle Farben bei wolkenlosem Himmel, aufgenommen aus der Vogelperspektive.

Die Sermilik-Forschungsstation im Osten Grönlands. Foto: Uni Graz/Trügler

Studierende der Universität Graz verbringen zwei Wochen an der Forschungsstation der Universität Graz im Sermilik-Fjord in Grönland, die seit drei Jahren in Betrieb ist. Sie messen Gletscherabflüsse, tracken Eisschmelze in Echtzeit und installieren Wetterstationen. Der ORF begleitet die Expedition und berichtet ab 20. Juli auf den unterschiedlichen Kanälen zum Schwerpunktthema Abenteuer Arktis.

Forschung zwischen Fjord, Gletschern und arktischer Landschaft: Die Universität Graz betreibt seit drei Jahren im Sermilik-Fjord eine Forschungsstation, gleich angrenzend an eine bestehende Einrichtung der Universität Kopenhagen Einen Tagesmarsch von der nächsten Ortschaft entfernt, können hier im Sommer bis zu 30 Wissenschaftler:innen forschen. Gemessen an ihren Forschungsplätzen gehört die Station damit zu den fünf größten EU-Einrichtungen dieser Art in der Arktis. Aktuell ist eine Forschungsgruppe der Universität Graz zusammen mit Studierenden vor Ort am Sermilik-Fjord.

ORF-Journalist Paul Sihorsch begleitet die aktuelle Expedition an die Forschungsstation und berichtet ab 20. Juli im Rahmen eines multimedialen Schwerpunkts unter dem Titel "Abenteuer Arktis" eine Woche lang von der Sermilik-Station. In Radio, TV und online bringt die Wissenschaftsredaktion Eindrücke von der Forschung und dem Leben in der Arktis. Am 23. Juli widmet Ö1 der Arktis einen ganzen Thementag – mit Musik aus der Polarregion, spannenden Einblicken in die Forschung und Diskussionen zu geopolitischen Fragen.

Wasserströme und Zeitraffer

Die Studierenden und Forscher:innen messen während ihres Aufenthaltes unter anderem Wasserströme am Abfluss des Mittivakkat-Gletschers, bauen Sensoren auf, die das Abschmelzen in Echtzeit aufzeichnet, und installieren automatisierte Wetterstationen und Zeitraffer-Kameras, um die Veränderungen des Eises zu dokumentieren. Bereits heuer werden Vorbereitungen für Forschungsprojekte im kommenden Jahr getroffen. 

Für Forscher:innen aus Österreich ist der Standort der Station gleich aus mehreren Gründen interessant: Die Gletscher Ostgrönlands ähneln jenen in den Alpen Österreichs, sind aber weitgehend frei von menschlichen Einflüssen. Hier kann die Wechselwirkung zwischen Atmosphäre und Gletscher unbeeinflusst untersucht werden. Jede Veränderung des Eisschilds in Grönland hat konkrete Auswirkungen auf das Klima in Europa. Im Mittelpunkt der Forschung der Universität Graz stehen neben der Glaziologie auch Meteorologie, der Klimawandel, die Wechselwirkung zwischen Arktis und Atmosphäre und vieles mehr.

Einblicke in Forschung

Alle Radiobeiträge bei Ö1 zum Nachhören: https://oe1.orf.at/arktis

TV-Beiträge

Paul Sihorsch über die Forschung an der Station der Uni Graz - Aktuell nach Eins vom 23.07.2026 - ORF ON

“Guten Morgen Österreich”

Im Reich des Eises: Österreichische Forschung in Grönland - Guten Morgen Österreich vom 21.07.2026 - ORF ON

Gletscherforschung in Grönland - Guten Morgen Österreich vom 22.07.2026 - ORF ON

Forschungsalltag in der Arktis - Guten Morgen Österreich vom 23.07.2026 - ORF ON

Forschungsalltag in der Arktis - Guten Morgen Österreich vom 23.07.2026 - ORF ON

Webbeitrag auf science.orf.at

Europas Hitze bringt Kälte in Arktis, science.orf.at

Erstellt von Roman Vilgut

Weitere Artikel

Forschen in Grönland: Uni Graz vergibt Stipendium für Masterthesis

Masterstudierende der Universität Graz haben die einzigartige Gelegenheit, an der Sermilik-Station in Grönland zu forschen. Kandidat:innen können sich zudem um ein Stipendium für ihre Masterthesis in Höhe von 10.000 Euro bewerben.

Erste Exkursion zur neuen Station: Von Flechten und Meereis

Zehn Studierenden reisten im August die erste Exkursion der Universität Graz zum nördlichsten "Lehrsaal" der Universität Graz: Der Sermilik-Forschungsstation in Grönland. Sie trafen auf Meereis, Flechten und Eisbären, wie der ORF auf Ö1 und science.orf.at berichtet.

Aufzeichnung: Forschen auf der Sermilik-Station im Osten Grönlands

Am 14. März 2024 gaben Rektor Peter Riedler und Univ-Prof. Wolfgang Schöner Einblicke in die Sermilik-Forschungsstation. Für alle Personen, die nicht teilnehmen konnten und dennoch Interesse an den Informationen haben, wurde die Veranstaltung aufgezeichnet.

Vertragsunterzeichnung Masterstipendium

Am Donnerstag, 14. März 2024, wurde die Vereinbarung zur Errichtung eines Masterstipendiums unterzeichnet. Dankenswerterweise spendet Herr Professor Sust seinen Beitrag gemeinsam mit der Universität Graz für Forschungstätigkeiten auf dem Gebiet des Klimawandels, im Konkreten für einen Forschungsaufenthalt an der Sermilik-Forschungsstation der Uni Graz bzw. deren Umgebung in Grönland unterzeichnet.

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